Pyrenäen WanderreiseGewundene Wasser & Das Dach der PyrenäenDer wasserreichste Nationalpark Spaniens |
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Unsere beiden Wandergebiete zählen zu den schönsten und
artenreichsten Regionen Europas. Dieser Abschnitt der Zentral-Pyrenäen gehört
zu den grünsten und wasserreichsten Gegenden Spaniens.
Hier dominieren markante Granit-Gipfel, idyllische
Hochgebirgsseen und dichte Vegetation das zauberhafte Landschaftsbild. Dem
Naturliebhaber wird eine in Europa einzigartige Flora und Fauna zuteil: Dichte
Schwarzkiefern-Wälder, Edelweiß und Orchideenwiesen, Steinböcke und seltene
Greifvögel wie Steinadler und Gänsegeier sind hier heimisch.
Reiseverlauf
Die erste Woche verbringen wir im berühmten Boí-Tal, bekannt
für seine romanischen Kirchen. Im Mittelalter fand hier ein wahres Wettrüsten
unter den Dörfern statt, so dass wir heute einen echten Kulturschatz an
romanischen Kirchen vorfinden. Gewandert wird in den Hochtälern des westlichen
Aigüestortes-Nationalparks, welcher durch seine Vielzahl an Hochgebirgsseen,
Wasserfällen und Sturzbächen auch seinen Beinamen „Nationalpark der Seen“
trägt. Aigüestortes heißt wörtlich „Gewundene Wasser“. Die zweite Woche
verbringen wir im Naturpark Posets, im Herzen der Pyrenäen. Der Naturpark wird
durch die Massive des Posets (bis 3.375 m) und des Maladeta mit dem Aneto
(3.404 m) gebildet. Im Umkreis von 20 km finden sich über sechzig
3.000er, darunter einige Gletscher. Gewandert wird in den Hochtälern am Fuße
der beiden Massive.
1. Tag: Anreise in das Boí-Tal
Treffpunkt am Flughafen Barcelona und Fahrt nach Boí, dem
Eingang zum Aigüestortes-Nationalpark und unser Standort in der ersten Woche.
2. Tag: Grünes Nicolau-Tal und Wasserfälle
Durch schattigen Tannen- und Buxbaumwald gehen wir durch das
berühmte Nicolau-Tal zum malerischen Bergsee Llebreta. Weiter am Ufer entlang
hören wir nach einem kurzen Aufstieg schon das gewaltige Rauschen mehrerer
Wasserfälle. Auf einer eigens dafür errichteten Wasserfall-Aussichtsplattform
genießen wir den malerischen Ausblick (ca. 290 Hm, 4 h).
3. Tag: Der schwarze See
Vom Parkplatz aus erreichen wir nach einem kurzen Anstieg
den großen Stausee des Cavallers. Vorbei an einer wunderschönen Weiden- und
Wiesenlandschaft geht es weiter über Serpentinen durch eine markante
Granitlandschaft und vorbei an zahlreichen Wasserfällen zu einem ersten
Hochplateau mit einem fantastischen Panoramablick. Am nächsten Hochplateau
erwartet uns ein beinahe mystischer Anblick: Das klare Wasser des Estany Negre
wirkt (durch die Untergrundbeschaffenheit), als wäre es schwarz (440 Hm,
4½ h)!
4. Tag: Weltkulturerbe Boí-Kirchen
Wir beginnen den Tag mit einem Besuch des
Nationalpark-Museums. Unser Standort Boí selbst beherbergt die schöne Kirche
St. Joan aus dem 11. Jh. Über einen alten Verbindungsweg steigen wir
auf nach Taüll mit seinen Kirchen Sant Maria und Sant Climent. Letztere gilt
als die besterhaltene und schönste romanische Kirche Nordspaniens! Über einen Saumpfad
gelangen wir schließlich zum letzten und höchstgelegenen Ort des Tales, Sant
Quirc de Taüll (1.550 m). Im Pinienwäldchen mit eigener Quelle genießen
wir den Blick in das Boí-Tal (320 Hm, 3½ h).
5. Tag: Abgeschiedenes Seitental
Heute nehmen wir eine ¾ Stunde Anfahrt in Kauf, um das
wunderschöne Nachbartal des Besiberri zu erkunden. Vorbei an Kaskaden und bis
zu 600 Jahre alten Tannenbäumen geht es durch die alpine Landschaft zum
abgeschieden gelegenen Hochgebirgssee des Estany. Mit kleinem Sandstrand
ausgestattet, bietet sich uns ein toller Blick auf das Massiv des
Comaloforno-Gletschers (3.029 m). Auf unserem Rückweg bleibt Zeit an einer
Hütte zu rasten (500 Hm, 4 h).
6. Tag: Tief im Nationalpark
Heute nehmen wir ein Jeep-Sammeltaxi, um bis zum Ende des
Nicolau-Tals zu fahren. Wir wandern auf sanft ansteigender Piste durch das
atemberaubend schöne Hochgebirgstal zum Hochsee Estany Long. Durch eine
Hochmoorlandschaft geht es weiter bis zu einer historischen Pass-„Straße“. Von
hier oben bietet sich ein fantastisches Panorama mit Blick auf das Wahrzeichen
des Nationalparks, den Doppelgipfel Els Encantats: „Die Bezaubernden“
(600 Hm, 6 h).
7. Tag: Standortwechsel & Kontrastwanderung
Nach dem Frühstück fahren wir zu unserem zweiten Standort.
Kurz vor dem Eingang zum Naturpark Posets machen wir Halt. Die Landschaft ist
hier von spektakulären Kalkstein-Canyons geprägt. Durch wunderschöne
Mischwälder geht es aufwärts. Am Wegesrand blühen Nelken und Türkenbund und der
Duft von Thymian und Lavendel begleitet uns. Unser Ziel ist der
Ventamilo-Canyon mit seinen dramatisch abfallenden Steilwänden (300 Hm,
3½ h).
8. Tag: Auf alten Schmugglerpfaden
Unser Weg führt uns über einen alten Schmugglerpfad auf den
Pass (2.445 m), welcher auch die Grenze zu Frankreich markiert. Von hier
aus haben wir einen unbeschreiblichen Blick auf das gegenüberliegende gesamte
Maladeta-Massiv mit seinen sich tief in das Tal neigenden Gletscherzungen. Zur
anderen Seite blicken wir weit nach Frankreich hinein und auf einen
Hochgebirgssee unmittelbar unter uns (+550 /
-700 Hm, 3½ h).
9. Tag, Mo: Ruhetag
Am heutigen Ruhetag haben Sie die Möglichkeit, sich
auszuruhen und einen gemütlichen Tag in Cerler zu verbringen oder in Eigenregie
eine einfache Rundwanderung durchzuführen. Die Wanderung führt Sie hinunter in
den Hauptort des Tales, nach Benasque,
und weiter über idyllische Weiden und eine kleine Herrenhaus-Siedlung
wieder hoch nach Cerler (420 Hm, 3 h).
10. Tag: Das grüne Tal von Estos
Auf den Pyrenäen-Hochweg GR 11 gehen wir durch das lang gestreckte,
grüne Tal von Estos, ständig begleitet vom plätschernden Rio. Zu unserer Linken
erhebt sich das Posets-Massiv mit seiner vergletscherten Nordwand, zur Rechten
türmen sich die wie an einer Perlenkette aneinandergereihten Gipfel der 3.000er
auf, welche die Grenze zu Frankreich markieren. Auf der Terrasse der
Estos-Hütte (1.860 m) haben wir fantastische Ausblicke auf die höchsten
Berge der Pyrenäen. Auf der anderen Talseite bringt uns ein Waldpfad über einen
kleinen verträumten Gebirgssee zurück ins Tal (+400 /-720 Hm,
4½ h).
11. Tag: Am Fuße des Aneto
Vom Parkplatz am Eingang des Naturparks Maladeta machen wir einen kurzen
Aufstieg zur Renclusa-Hütte, von wo aus die Expeditionen auf den Aneto starten.
Wir aber gehen unterhalb der beeindruckenden Gletscherzunge zu einer
Hochgebirgsebene, die von einer Vielzahl von mäandernden Schmelzwasserbächen
durchzogen wird. Unser Ziel ist ein Hochgebirgssee, der in der Mulde eines
Passes liegt. Auf unserem Rückweg passieren wir ein Naturphänomen: In einem
Erdloch versickert ein Gebirgsbach, welcher im 8 km entfernten Nachbartal
erst wieder an das Tageslicht stößt (+570 / -740 Hm, 5½ h).
12. Tag: Hinein in den Naturpark
Am rund 60 m hohen Wasserfall Espigantosa starten wir unsere
Wanderung durch die Eriste-Schlucht und dringen tief in den Naturpark Posets
vor. Durch dichten Wald steigen wir auf zu einer ersten Hochebene.
Schmetterlinge aller Couleur kreuzen unseren Weg. Über einen letzten kleinen
Anstieg erreichen wir schließlich die Berghütte Angel Orús (2.100 m). Um
uns herum türmen sich rund fünfzehn (!) 3.000er auf, darunter das markante
Massiv des Posets (+560 / -1.000 Hm, 4½ h).
13. Tag, Fr: Abreise nach Barcelona
Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen. Wir kehren zurück nach
Barcelona.
Ihre Unterkünfte
Unser Hotel am Aigüestortes-Nationalpark liegt in der Ortschaft Boí. Das
Hotel wird familiär geführt und man bemüht sich sehr um das Wohl der Kunden.
Die Zimmer bieten eine Mischung aus moderner Einrichtung in Kombination mit
rustikalen Elementen im typischen Berg-Stil. Alle Zimmer verfügen über Vollbad
und Fernsehen. Morgens stehen uns ein Büfett und abends ein 3-Gänge-Menü mit
drei Auswahlessen zur Verfügung.
Im Naturpark Posets-Maladeta wohnen wir in Cerler, der höchsten
Ortschaft der aragonesischen Pyrenäen (1.560 m). Unser Hotel liegt am
Rande des liebevoll restaurierten Dorfkerns. Alle Zimmer sind sehr stilvoll und
mit Charme eingerichtet. Die Essensauswahl und auch die Qualität werden von
unseren Kunden sehr geschätzt.
Anforderungsprofil
Hochgebirgswanderungen, die in einer Höhe von 1.100 m bis maximal
2.450 m abgehalten werden. Die angegebenen Wanderzeiten verstehen sich als
Netto-Gehzeiten ohne Pausen. Im Mittel gehen wir täglich 450 bis 600 Höhenmeter
im Aufstieg. Technische Schwierigkeiten, Klettersteige und Gewaltmärsche sind
tabu. Trittsicherheit, eine stabile Gesundheit und gute Grundkondition werden
vorausgesetzt.
Ihr Wanderführer
Ihr Reiseleiter Stephan Isenmann ist seit vielen Jahren unser „erster Bergführer” in den Pyrenäen. Das gesamte Gebirge hat Stephan bereits zweimal überquert. Neben seiner freundlichen Art zeichnet ihn sein breites Wissen in den Themengebieten Spanische Geschichte, Botanik und Vulkanismus aus.
Leistungen
- 12 Übernachtungen in guten Zwei- und Drei-Sterne-Hotels inkl. Halbpension
- 10 geführte Tageswanderungen mit kompetentem, deutsch- sprachigem Wanderführer
- Alle Fahrten ab Barcelona-Airport und im Wandergebiet in Jeep-Taxis und im Tourbus
- Eintritt Boí-Kirchen
- Reisepreis-Sicherungsschein
Alle Preise pro Person | |||||||
| So 04.07. | - | Fr 16.07.10 | € 1.495 | ||||
| So 05.09. | - | Fr 17.09.10 | € 1.495 | ||||
Zu- und Abschläge pro Person | |||||||
| Einzelzimmer-Zuschlag: | € 140 | ||||||
| Zuschlag für ein ½ DZ: | € 70 | ||||||
| Abschlag für eigene Anreise*: | € - 60 | ||||||
| *Der Abschlag für die eigene Anreise wird nur gewährt, wenn Sie auch die Transfers vor Ort im eigenen PKW oder Mietwagen vornehmen. | |||||||
| Teilnehmer: mind. 3, max. 14 | |||||||
Gut zu Wissen
Zusätzliche Informationen
Reisecode: WGAP





